Chronik

Nachweislich wird der Ort als "hamerten" erstmals in einer Aufzählung der Besitzungen des St. Liudger-Klosters in Helmstedt im Jahre 1160 genannt. Der Ort wurde wahrscheinlich von Niederländern unter Albrecht dem Bären gegründet und diese benannten ihn nach einem Ort dieses Namens zwischen Waal und Maas. Der Name bedeutet "Abhang". Bis 1238 gehörte der Ort den Grafen von Osterburg, von 1375-1587 war der Ritterhof in Hämerten im Besitz der Familie von Buchholz, fiel dann an den Rat der Stadt Stendal, wie auch zwei später gegründete Ritterhöfe derer von Buchholz im Jahre 1657. Seit 1448 besaßen auch die von Itzenplitz auf Jerchel die Hälfte des Dorfes. Dieser Familie und dem Rat von Stendal ist das Patronatsrecht verblieben.

Als besonderes Bauwerk in Hämerten ist die Dorfkirche aus dem 13. Jahrhundert hervorzuheben.

Erwähnenswert ist die Ziegelei, welche 1911 nach geschätztem 600jährigen Betrieb ihre Tätigkeit einstellte. Sie soll als Ratsziegelei die Ziegelsteine für den Neubau der 1447 geweihten Marienkirche in Stendal geliefert haben. Von großer Bedeutung für die Uchteniederung und die Wische ist der Hämertener Deich. Als dieser 1425 den Wassermassen der Elbe nicht stand hielt, wurde auch Stendal überflutet. Davon zeugt noch ein Fisch in der Stendaler Marienkirche. Die Lasten der Deicherhaltung und Deichsanierung waren deshalb auf alle gefährdeten Ortschaften verteilt. Bereits 1695 existierte eine Deichordnung in der Altmark.

Als die Dänen im 30jährigen Krieg bei Tangermünde lagerten, soll Hämerten von ihnen gründlich geplündert worden sein.

1828 und 1903 fanden erfolgreiche Ausgrabungen auf dem La Tene-Gräberfeld auf dem Hermsberge nördlich von Hämerten, unweit des Ortsausganges zwischen dem Storkauer Weg und dem Abhang zur Elbe, satt.

 

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